Das Content Strategy Forum 2014 in Frankfurt bricht alle Rekorde

Content Strategie aus vielfältigen Blickwinkeln betrachtet

Geschätzte Lesezeit: 6 Minuten

Über das Forum

Das Content Strategy Forum ist ein jährliches Zusammentreffen von internationalen Fachleuten, die primär aus den Bereichen Strategie, Dramaturgie, Big Data Analytik, Design, Content Marketing und User Experience kommen. Diese kuratierte Konferenz fand 2014 zum fünften Mal statt, zum ersten Mal in Deutschland. Drei Tage lang wurden in Frankfurt Fragen aus umfangreichen Problemstellungen erörtert, die sich ergeben können, wenn man Content Strategy für das Web konzipiert. Parallel dazu wird die Website Content Strategy Forum (CSF) betrieben, die eine wertvolle Ressource zu Content Strategie darstellt.

Gegründet wurde das Content Strategy Forum 2010 in Paris. UX Designer und Stratege Destry Wion hatte die Idee, diese junge Disziplin parallel zu den USA auch in Europa aufzubauen. Schon in Frankreich kamen 170 Content Strategy InsiderInnen zusammen. Das Forum wurde zum Wanderzirkus – in den Folgejahren luden die Gaststädte London, Cape Town (Südafrika), Helsinki und 2014 Frankfurt ein.

Destry Wion

UX Designer und Content Stratege Destry Wion beim #CSForum14. Er gründete 2010 das Content Strategy Forum in Paris. Die Ballons repräsentieren das Farbspektrum dieser internationalen Zusammenkunft.

Das Content Strategy Forum 2014

Konferenzmanager Sascha Stoltenow hat gemeinsam mit einem internationalen Beirat ein rundum spannendes, perfekt organisiertes Event in Frankfurt kuratiert. Über die Entstehungsgeschichte des CSF gab er mir einige Insiderinformationen.
Die Idee, Jahr für Jahr eine Content Strategy Konferenz abzuhalten, stand ursprünglich nicht im Vordergrund des Forums. Erst war nur eine einzige Ausgabe geplant. Doch dann verselbstständigte sich die Idee, eine Art „Wanderzirkus“ zu etablieren, die sich mittlerweile gut eingespielt hat. Ursprünglich wollte man sich mit dem CSF auf europäische Spielstätten beschränken, um nicht in Konkurrenz mit bereits bestehenden US-Veranstaltungen zu treten, doch durch die Öffnung in Richtung Südafrika konnten neue Einzugsgebiete für den globalen Diskurs erschlossen und weitreichende Partnerschaften geknüpft werden. Sascha Stoltenow wurde 2013 von Destry Wion angesprochen, wer das Forum in Deutschland organisieren könne und sagte zu. Als Veranstaltungsorte wählte er den traditionsreichen Frankfurter Presseclub und die frisch renovierte Union Halle.

Sascha Stoltenow, Organisator CSForum14

Sascha Stoltenow, Organisator vom Content Strategy Forum, eröffnet die Konferenz in der Union Halle in Frankfurt (mit Stefanie Söhnchen).

Was Sascha Stoltenow an Content Strategy fasziniert

Eine der herausragendsten Merkmale von Content Strategy sieht Sascha Stoltenow in der Diversität und der Offenheit gegenüber anderen Disziplinen. „Nicht nur mittelalte weiße Männer“ kommen hier zusammen, sondern insbesondere kommunikationsstarke Frauen aller Altersgruppen. Noch treten Content StrategInnen eher als EinzelkämpferInnen auf, der Berufsstand wird jedoch immer prominenter. Erste Ansätze, einen eigenen Studiengang dafür zu etablieren, gibt es beispielsweise an der FH Joanneum in Österreich.
Die Zukunft von digitaler Kommunikation und Marketing liegt in der Content Strategy begründet, sieht Sascha Stoltenow voraus. Content Strategy ist in ihren Grundzügen alles andere als neu, sie basiert vielfach auf klassischer PR, ist ihr jedoch in ihrer netzbezogenen Fokussierung überlegen, wenn es um Webinhalte geht. Insbesondere das kontinuierliche Änderungsmanagement und die best Practice aus allen Disziplinen, die in die Content Strategie einfließen, machen sie zu einer Metadisziplin – einer eigenen Perspektive auf das Internet.
Content ist die Verbindung zwischen Organisation und Publikum, das immer aktiver wird und selbst Inhalte erzeugt. Alle Abteilungen eines Unternehmens sind heute in einer kommunizierenden Position. Die interne Unternehmenskommunikation gehört ebenso zum Tätigkeitsfeld der Content Strategy, wie die externe – Unternehmen SIND Geschichten, die man dramaturgisch ausarbeiten kann.
Eine eigene Geschichte hat auch die Agentur, in dessen Auftrag Sascha Stoltenow agiert. Im Rahmen seiner Tätigkeit als Content Stratege und Kommunikationsberater bei der SCRIPT Communications konnte er das Forum organisieren und managen, von seinem Chef und Agenturgründer Michael Behrent bekam er volle Rückendeckung.

Michael Behrent | CSForum 2014

Front Row: Michael Behrent, Inhaber von SCRIPT Communications, twittert aus der ersten Reihe des CSForum14.

Content Strategen – was sind das für Leute?

In gewisser Weise ist SCRIPT-Inhaber Michael Behrent der Prototyp eines Kommunikations-Strategen. Seine Biografie ist bunt und voller interessanter Szenen. Er kommt ursprünglich aus einer Industrieregion und schloss sich früh der linken Szene an. Statt eine Ausbildung zu machen, entschied er sich für die Studiengänge Germanistik und Philosophie, bevor er als Dramaturg an das Schauspielhaus Frankfurt ging. Es erscheint folgerichtig, dass er danach PR-Berater wurde, ehe er mit einem Partner eine eigene Kommunikationsagentur gründete. Die lief anfänglich gar nicht so rosig – das Unternehmen war schon am Tiefpunkt angekommen, als endlich die ersehnten Aufträge kamen. Knapp zehn erfolgreiche Jahre später gründete Michael Behrent SCRIPT Communications, um sich sehr gezielt auf KundInnen im kulturellen und humanitären Sektor konzentrieren zu können. Eine Biografie voll Abwechslung und Überraschungen, Höhen und Tiefen – voll Geschichten und Drama.

Wie das Content Strategy Forum für mich war

Drei Tage lang war ich zu Gast beim Content Strategy Forum 2014 in Frankfurt und ich bekam Inspiration für zahlreiche tiefgreifendere Recherchen und Artikel. Das Material werde ich in den kommenden Wochen für Sie in der Granaton-Kategorie Content Strategie aufarbeiten. Freuen Sie sich auf spannende Inhalte!

Was ist Content Strategie?

Margot Bloomberg und Hilary Marsh zeigen Wege möglicher Interpretationen dieses neuen Berufs. Ich ergänze sie durch weitere Anschauungen.

Zum Artikel: Content Strategie – Definition

Wie meta sind Daten?

Prof. Dr. Dirk Baecker zeigt auf, wie wir Metadaten philosophisch erfassen können. Wie können wir zukünftige Ereignisse durch Big Data vorhersehen? Ist es nicht die unbekannte Zukunft, die Evolution ermöglicht?

Coming soon.

Inhaltliche Strategien für Hochschulen

„Ausbildung“ ist eines meiner Lieblingsthemen. Mit welchen Besonderheiten Hochschulen konfrontiert sind, wenn sie ihren Content erstellen und ihre Ausbildungsziele kommunizieren wollen, stellen Brigitte Alice Radl und Heinz Wittenbrink von der FH Joanneum vor.

Coming soon.

Helden und Konflikte bringen Sympathie

Wie ein Startup von Anfang an Spannung erzeugt und die UserInnen auf seine Seite bringt, erzählt Schriftsteller und Stratege Christian Riedel. Er hat die Core Story Canvas entwickelt und als Methodologie an die TeilnehmerInnen seines Workshops weitergegeben. Die Geschichte von der Heldin, die immer wieder scheitert aber nicht aufgibt, passt zu Granaton wie die Faust aufs Aug. ;)

Coming soon.

Aus Traum wird Wirklichkeit

Pläne machen, Strategien entwerfen, tolle Ideen haben … schön und gut. Doch deren Umsetzung wird allzu oft von den Entscheidungsträgern in Unternehmen und Organisationen blockiert. Kate Kenyon schlüsselt auf, woran eine Content Strategie scheitern kann, wie man Hürden erkennt und wie man mit seinen Konzepten überzeugen kann, um sie in die Praxis umzusetzen.

Coming soon.

Von Fakten zu Geschichten

Sind wir Menschen oder Maschinen? Menschen. Aus Geschichten werden Daten für strukturierbare Prozesse – drehen wir den Spieß um und machen aus strukturierten Daten wieder Geschichten. Jörg Blumtritt, CEO von Datarella, macht vor, wie es geht.

Coming soon.

Motivationen des Handelns sichtbar machen

Wie und warum verstecken sich Menschen hinter Arbeitsbeschreibungen und organisatorischen Strukturen? Welche Ängste und Verhaltensmuster stecken hinter zerstörerischem Handeln? Content-Strategie Beraterin Kerry-Anne Gilowey zeigt Wege, um zwischenmenschliche Probleme zu lösen.

Coming soon.

Designstrategien neu denken

Warum immer die klassische Wasserfall-Methode, wenn es um die Erstellung von neuen Webpräsenzen geht? Robert Stulle vertritt einen integrativen Ansatz von parallelen Entwicklungsprozessen und beschrieb die hands-on Methode von Edenspiekermann für modulare Webbauweise.

Coming soon.

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