Das Impressum

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Die erste Seite, die ich anlege, ist das Impressum. Das Impressum einer Website ist heutzutage gewissermaßen „lebenswichtig“ für alle Onlineanbieter, die über eine eigene Seite Einnahmen erzielen möchten. Wer kein Impressum anbietet, outet sich sofort als „privat“ oder „illegal“. Das Gesetz schreibt vor, dass jede Website, über die Verträge zustande kommen, über die Einnahmen generiert werden, über die geschäftsmäßiger Wettbewerb stattfindet, eine Anbieterkennzeichnung haben muss. Sie muss nicht „Impressum“ genannt werden, sie kann auch „Kontakt“ oder „Anbieter“ heißen, wird aber meistens im Punkt „Impressum“ gefunden. Die allseits gefürchtete Abmahnung von mangelhaften Websites ohne Anbieterkennzeichnung durch eifrige Anwälte, die Deutschland in den letzten Jahren überflutet hat, hat dazu geführt, dass Webseiten ohne ebendiese eine beinahe ausgestorbene Gattung geworden sind.

Das Gesetz schreibt vor, dass die Besucher einer Website in der Lage sein müssen, herauszufinden, wer ihr Gegenüber ist. Eine ladungsfähige Anschrift muss angegeben sein, sowie der Name des Betreibers/Geschäftsführers. Jeder muss die Chance haben, Geschäftspartner oder Mitbewerber verklagen zu können, so will es die deutsche Gesellschaft. Wenn es sich bei meiner Seite um das Angebot einer Firma handelt, muss dementsprechend auch die Handelsregisternummer veröffentlicht werden. Wer sich nicht daran hält, und entdeckt wird, wird schnell abgemahnt und das kann teuer werden.

Die Besucher meiner Seite müssen mich ohne großen Aufwand kontaktieren können. Auch dies ist gesetzlich vorgeschrieben. Ein Zeitrahmen von zwei Stunden ist in irgend einem Urteil aufgetaucht. Ich möchte aber ungern meine Telefonnummer veröffentlichen – meine Konzentration bei meiner Arbeit ist mir heilig. Ich gehe auch nicht davon aus, dass ein Neukontakt innerhalb von wenigen Minuten unbedingt mein Feedback brauchen würde, ich bin kein Notarzt. Und meine bestehenden Kontakte finden meine Telefonnummer in meinen E-Mails. Deshalb nehme ich die Möglichkeit in Kauf, ein Kontaktformular anzubieten. Man kann mich über dieses Formular kurzfristig erreichen, denn meine E-Mails checke ich in jeder Pause. So ist dem Gesetz Genüge getan und ich muss keine Sorge haben, dass rund um die Uhr mein Telefon klingelt.

Das Impressum lege ich als statische Seite an, die ich ins Top-Menü meines Templates einbaue.

Zwei Urteile zum Thema „Anbieterkennzeichnung“ und  „zwei-Klick-Regelung“ finden sich auf der Website der Rechtsanwaltskanzlei & Partner

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