Das WordPress System in einen Unterordner verschieben

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Als ich das WordPress System am 1. Tag ins Root-Verzeichnis meines Servers hochgeladen habe, habe ich mir über Ordner, Unterordner und Sicherheitseinstellungen noch nicht allzu viele Gedanken gemacht. Ich wollte einfach loslegen. Das hole ich nun nach. Um die Sicherheit meines WordPress Systems zu erhöhen, und die wp-config.php Datei unabhängig vom Restsystem zu platzieren, verschiebe ich das gesamte System in den Ordner „System“, den ich eigens dafür anlege. (Man könnten diesen Ordner natürlich auch anders nennen, „MeinBlog“, „WordPress“, oder „Rumpelstilzchen“).

Das Verschieben ist eine etwas heikle Angelegenheit, bei der man sorgfältig vorgehen muss.

Zu allererst gehe ich unter „Einstellungen“ auf den Menüpunkt „Allgemein“. Hier kann ich eintragen, wo sich das WordPress System befindet, und wo die Startseite des Systems liegt. Ich trage also unter WordPress Adresse (URL) http://granaton.com/System ein. Unter Seiten-Adresse (URL) bleibt der ursprüngliche Eintrag auf http://granaton.com. Ich bestätige die Änderungen. Jetzt nicht erschrecken! Das System wird vorübergehend nicht mehr gefunden, bis alle weiteren Einstellungen vorgenommen sind.

Nun öffne ich FileZilla und kopiere die Dateien index.php und .htaccess aus dem Ordner „System“ auf meine Festplatte. Ich muss nun die index.php editieren – dazu benutze ich den Windows Editor, öffne die index.php und mache folgenden Eintrag:

require(‚./wp-blog-header.php‘);

wird zu

require(‚./System/wp-blog-header.php‘);

Ich speichere die Datei und lade sie in mein Root-Verzeichnis. Also nicht in den Ordner „System“, sondern in mein Hauptverzeichnis. Die .htaccess kopiere ich unbearbeitet ebenfalls in das Root-Verzeichnis. Den Rest macht WordPress selbst, mein Blog ist nun wieder erreichbar. Ich kann die alten Dateien index.php und .htaccess, die es nunmehr doppelt gibt, nun auch aus meinem Ordner „System“ löschen.

Ich melde mich jetzt wieder wie gewohnt als Admin an – allerdings liegt mein wp-admin nun natürlich im Ordner „System“ und nicht mehr wie vorher im Root-Verzeichnis.

Ein erster Blick zeigt mir, dass alles gut gegangen ist – das WordPress System hat eigenständig alle Permalinks angepasst. Wären meine Permalinks jetzt durcheinander, würde ich unter „Einstellungen – Permalinks“ Anpassungen vornehmen. Auch alle Plugins funktionieren problemlos.

Nun kann ich auch eine wichtige Sicherheitseinstellung machen, die ich vor drei Tagen noch nicht durchgeführt habe: Ich verschiebe die Datei wp-config.php aus dem Ordner „System“ in mein Rootverzeichnis. WordPress sucht selbstständig im übergeordneten Ordner nach der wp-config.php, ich muss keine Einträge ändern. Dies erhöht die Sicherheit meines Systems erheblich.

3 Gedanken auf "Das WordPress System in einen Unterordner verschieben"

  1. Moin Moin Antworten

    Moin,
    ich habe im Moment genau dieses Problem, wie hier beschrieben nur anders herum! Ich versuche gerade von domain/wordpress…. auf domain um zu wechseln. Dazu habe ich im Backend von WordPress unter Allgemein die beiden Links geändert und gespeichert.
    Nun habe ich die index.php auch verschoben bekommen nur kann die angegebene Zeile: require(‘./wp-blog-header.php’) nicht finden!! Auch kann ich in keinem Ordner eine .htaccss Datei finden!!
    Was habe ich falsch gemacht? Würde mich über ein Antwort sehr freuen.
    Grüße

    • Granaton Antworten

      Moin aus Berlin,

      die index.php von WordPress enthält standardmäßig den Befehl „require“, um das System überhaupt aufrufen zu können. Sind Sie sicher, dass Sie die richtige index.php bearbeiten? Vielleicht war noch eine alte index-Datei im Root-Verzeichnis, die gar nichts mit dem WordPress System zu tun hat?
      Die .htaccess braucht man nicht unbedingt, wenn man derzeit noch keine hast. Sie wird erst dann angelegt, wenn Einträge vonnöten sind, die über die Standard-Installation von WordPress hinausgehen.
      Für Troubleshooting oder weiterführende Fragen zu WordPress empfehle ich, sich in einer WordPress Gruppe anzumelden. Beispielsweise auf Facebook in deutscher Sprache und auf Google+ in englischer Sprache.
      Herzlich
      Granat On

  2. Wilfried R. Berndt Antworten

    Super, super, super. Easy, schnell und perfekt! Vielen Dank für diese Hilfe. Klappt einwandfrei.

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