Granaton

Granaton studierte Visuelle Mediengestaltung und Marketingmanagement. Sie führt langjährige Erfahrungswerte aus Kreation, Netz und Kommunikation kreativ zusammen. Daraus entwickelt sie für KundInnen Kulturen der Veränderung. Granaton wird als Künstlername geführt.

Granatons Vorgeschichte

Granaton kam als junge Medienkünstlerin in den Neunziger Jahren nach Berlin. In Mitte eröffnete sie eine international agierende Kunstgalerie mit dem Schwerpunkt New Media. Sie gestaltete die Standards für Internetpräsenzen im Kunstbereich mit und führte Online Art als Begriff in den Kunstmarkt ein. Ende der 2000er Jahre spezialisierte sie sich auf Onlinemarketing und -PR mit dem Schwerpunkt Kunst, Kultur und Gesellschaft. 2013 gründete sie Granaton | Buero für Onlineplanung.

Wieso nennt sich Granaton Künstlerin?

Granaton verfolgt die Idee der sozialen Plastik von Joseph Beuys – auf das Internet bezogen. Die (mit)Gestaltung der Gesellschaft als bewusster Akt ist künstlerisches Handeln. Die Maxime „Jeder ist ein Künstler“, wird von ihr individuell interpretiert und weitergetragen. Durch dokumentierte Beobachtungen, spontane Provokationen oder konzertierte Aktionen macht sie auf unerschlossene Möglichkeiten, konfliktreiche Situationen oder aktuelle Probleme aufmerksam. Sie erzeugt dadurch neue Sichtweisen und Lösungswege. Ihre weitreichenden Kenntnisse über Werbung und Dramaturgie setzt sie in subversiver Weise für die Schaffung von neuen Realitäten ein.

Warum ein Künstlername?

Das Pseudonym baut auf jahrhundertealte europäischn Traditionen. Es ist im deutschen Namensrecht verankert. Die Möglichkeiten und Chancen, Künstlernamen zu führen, müssen bewahrt werden; deren Bedeutung insbesondere in Zeiten des Internet deutlich gemacht werden.
Derzeit spaltet sich die Netzwelt in zwei unterschiedliche Weltanschauungen: Die der Befürworter und Verfechter des Pseudonyms (Wikipedia und andere werbefreie Internetpräsenzen) und die der Plattformen, die Pseudonyme verbieten und multiple Accounts gänzlich unterbinden wollen (Facebook). Künstlernamens werden verfemt, um Individuen zu tracken und zu analysieren. Wer als Person nur einen einzigen Account unter seinem bürgerlichen Zwangsnamen führen darf, kann besser durch Monitoring überwacht/ausgewertet werden. Das erhöht monetäre Werte von Statistiken, die die Basis sind für den Verkauf von Werbung/politischen Analysen.
Unter dieser rigiden Zwangsnamenpolitik fällt der legitime Künstlername durch den Rost. Durch (übersteigerte) Angstszenarien („Mobbing“) wird dem Pseudonym ein Ruch von Kriminalität oder unlauteren Absichten angelastet. Die Auswirkungen sieht man bereits im Alltag (Pseudonym = „Fake“ = Beschimpfung). Dabei geht verbale Gewalt/Kriminalität in den meisten Fällen nicht von pseudonymisierten Nutzern aus, sondern vielmehr von denen, die sich unter ihren bürgerlichen Namen zu Gewalt offen bekennen. Gegen die Verfemung von Künstlernamen/Pseudonymen setzt sich Granaton ein. Sie dokumentiert ihre Erlebnisse, die sie während ihrer Zeit als Künstlerin mit einem offensichtlichen, legitimen Pseudonym im Netz beobachtet.

Was bedeutet Granaton?

Der Granat ist ein traditioneller Schmuckstein. Besonders im deutschsprachigen Raum hat er eine interessante historische Bedeutung. Er war als heimischer Edelstein für eine breite Bevölkerungsschicht erhältlich. Dies verschaffte ihm Popularität – viele Mythen entwickelten sich um den Granat. Er steht für Hoffnung, Aufbau und Zukunft. Granatons Urgroßmutter besaß fragilen handgefertigten Granatschmuck. Eine Makroabbildung von einem winzigen Ohrring wurde zum Logo von Granaton.

On steht für Online. Eine Internetpräsenz ist in vielerlei Hinsicht die Erweiterung der eigenen Persönlichkeit. Sie wird nicht selten zu einer individuellen Identität. On hat ein Eigenleben. On ist amorph, geschlechtsflexibel und grenzenlos. Granaton engagiert sich für ein hilfreiches, offenes Internet.