Plugin Set 2: Social Granaton I

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Um Granaton von Anbeginn an für verschiedene soziale Medien vorzubereiten, habe ich diverse Accounts auf den Namen Granaton angelegt. Eine Facebook-Unternehmensseite erstellt, einen Twitter Account registriert, Granaton bei Google+ angemeldet, auch Vimeo, Soundcloud und Pinterest sind nun Teil des Granaton-Netzwerks. Ein XING Account auf den Namen Granaton Berlin ist zwar ungewöhnlich, doch ich werde ihn so benutzen. Ich bin gespannt, ob man ihn als Künstlernamen anerkennt. Die Accounts selbst sind noch nicht definiert oder gestaltet, vordergründig wichtig erschien mir zuerst die Registrierung der Profilnamen. Größtenteils war der Name Granaton auch verfügbar, doch bei Twitter, Google+ und XNG griff ich zum zweiteiligen Künstlernamen Granaton Berlin.

Die schönsten social Accounts machen wenig Sinn, wenn sie nicht mit meiner Seite verbunden sind und meine Seite keine Social Buttons hat. Soll ich meine Seite für Facebook social Plugins und Google Analytics öffnen? Nur so kann ich Direktverbindungen zu den großen sozialen Netzwerken herstellen.

Nach einigen Tests finde ich heraus, dass das Sicherheits-Plugin Ultimate Security Checker, das ich im Beitrag „Website absichern“ beschrieben habe, eine Installation von Social Plugins unmöglich machen. Daran sieht man deutlich, wie stark ebendiese in die tiefsten Tiefen des WordPress Systems eingreifen. Ich muss mich entscheiden: social oder Sicherheit? Ich entscheide mich vorläufig für Social. Und deaktiviere die Sicherheits-Plugins.

Um mich einzulesen, und verschiedene social Plugins kennen zu lernen, ergoogle ich einen Artikel auf der Seite Webdesignledger. Die „zehn besten Sharing Plugins 2012“. Ich fühle mich vom Plugin Sexy Bookmarks intuitiv angezogen und probiere es deshalb einfach einmal aus. Das Plugin bringt nach der Aktivierung mein WordPress Dashboard zum Erliegen und verursacht  einen weißen Bildschirm. Mich beschleicht der Verdacht, dass eine weitere Sicherheitseinstellung möglicherweise eine Nutzung von diesem social Plugins verhindert. Und tatsächlich – eine Codezeile in der wp-config Datei, die ich manuell eingesetzt habe, hat meine Seite vor den „bösen“ Sharing Zugriffen geschützt. Ich lösche sie, fühle mich jetzt zwar etwas nackt, aber nun läuft Sexy Bookmarks.

Durch die Experimente mit Sexy Bookmarks wird mir bewusst, dass mein guter Wille, Piwik anstelle von Google Analytics zu benutzen, um meine Statistiken nicht mit Datenkraken zu teilen, allenfalls ein Placebo für mein gutes Gewissen ist, falls ich Google+ oder Facebook Like Features direkt in meine Seite einbette. Sobald ich direkte sharing Möglichkeiten nutze, ist meine Seite nicht mehr unabhängig und auch nicht dezentral. Ich werde folglich keine Likebuttons oder Sharebuttons von Facebook oder Google+ auf meine Seite einbetten, denn sie wären unweigerlich mit der Nutzung von Google Analytics oder Facebook Social Graph verbunden. Vielmehr beschränke ich mich darauf, die Teilen-Buttons von Shareholic, dem Erzeuger von Sexy Bookmarks, am Fuß meiner Posts einzubetten. Auch damit kann jeder User – und auch ich selbst – sehr komfortabel und einfach meine Artikel teilen. Und die Datensammler bleiben draußen.

Abgesehen von Sexy Bookmarks teste ich noch Digg Digg. Eine hübsche Idee – die flexible Sharebar am linken Rand meiner Posts. Doch sie greift unvermeidbar auf Facebook und Google Skripte zu. Die „versunkenen“ Buttons von Sexy Bookmarks, die scriptfrei auf meiner Seite eingebettet sind, sind mir optisch außerdem lieber. Ich bleibe bei Sexy Bookmarks. Facebook, Twitter, Google+ und Pinterest Sharebuttons zieren nun jeden Post meiner Seite.

Eine Hürde entsteht: Sexy Bookmarks stört die Vorschau meiner Artikel bei Facebook und bei Google+. Will ich einen Artikel posten, so zeigt mir die Vorschau eine Flut von unerwünschten Informationen an. Deaktiviere ich Sexy Bookmarks jedoch ist die Vorschau sofort wieder korrekt und ordentlich. Ausserdem verhindert Sexy Bookmarks die Installation anderer Plugins, die sich damit einfach nicht vertragen wollen.

Ich begreife: Die Einbettung von social Plugins auf meine Seite ist alles andere als ein Spaziergang. Ich lösche Sexy Bookmarks wieder. Und vertage weitere Eingriffe in mein System in Hinblick auf Social Plugins auf einen späteren Zeitpunkt.

[Nachtrag 1, 26.01.] Sexy Bookmarks ist ein Datensammler der Sonderklasse. Die Informationen über geteilte Inhalte laufen direkt über den Server von Shareholic, der mit großen Datensammlern in undurchschaubarer Weise vernetzt ist, und dem man nicht-exclusive Rechte an den übermittelten Inhalten einräumen muss, bevor man die Bookmarks benutzen kann. In den Terms of Service kann man mehr darüber erfahren. Das ist nichts für mich. Bitte nicht noch ein weiteres schwarzes Datenloch. [Nachtrag Ende] [Nachtrag 2, 26.01.] Eine korrekte Vorschau aller Artikel in allen sozialen Medien zu erreichen, gestaltet sich immer komplizierter. Doppelte Inhalte, unerwünschte Trennzeichen, fehlende Informationen… am siebten Tag verzweifle ich fast über der schier unlösbaren Problematik, allgemeingültige Metatags für soziale Previews aller Art zu vergeben. Über OpenGraph Metatags kann man zwar viel erreichen. Aber noch bin ich nicht am Ziel angelangt, einheitliche Vorschauen von Seiten und Artikeln auf Twitter, Facebook, Google+ und XING zu erreichen. Ich werde so lange tüfteln und recherchieren und konzipieren, bis ich diese Nuss geknackt haben werde. *Grimm* [Nachtrag Ende]

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